#WirlesenFrauen-Neujahrskalender/ Kerstin Jordan

Der #WirlesenFrauen-Neujahrskalender präsentiert euch vom 1.12.2019 bis zum 6.1.2020 63 Autorinnen und ihre Werke. Lernt neue Schriftstellerinnen kennen und findet großartigen Lesestoff! Heute bei mir: Kerstin Jordan mit niemand geringerem als dem Tod Außerdem könnt ihr heute bei Eva auf Schreibtrieb Jana Tomy und ihr fantastisches Debüt kennenlernen.

Da die liebe Chrissi leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert ist ist heute nochmal eine fantastische Autorin bei mir zu Gast. Ihr findet nachfolgend wieder ein tolles Interview. Erfahrt was Kerstin im Winter inspiriert und wer ihre liebste Figur in ihrem Buch ist. Gewinnen könnt ihr natürlich auch wieder etwas. Habt Spaß.

Schreibtrieb: Liebe Kerstin, willkommen bei #WirlesenFrauen. Was bedeutet „Feminismus“ für dich?
Kerstin Jordan: Als Frau, für sich und für andere Frauen einstehen, ist für mich Feminismus. Sich gegenseitig zu unterstützen, zu helfen und für Gleichberechtigung einzusetzen.

Schreibtrieb: Wie ist denn das Verhältnis Autor/Autorin in deinem Bücherregal?

Kerstin Jordan: Da ich u.a. ein großer Fan von Historical Romance bin, ist der Anteil von Autorinnen sehr hoch.Kochbücher dagegen, sind fest in (und aus) männlicher Hand.

Schreibtrieb: Hui, das finde ich sehr interessant, wo Kochen doch als Domäne der Frau gilt, aber Fernsehköche sind ja auch eher männlich. Wurdest du als Frau schon einmal diskriminiert?

Kerstin Jordan: Als Autorin noch nicht, aber als Frau schon oft. In der Schule wollte der Sportlehrer mir kein „sehr gut“ für Fußball spielen geben, da er sonst keine Note für die Jungs hätte, also bekam ich nur ein „gut“. Leider habe ich mich dagegen nicht gewehrt.
Später habe ich eine Lehre als Großhandelskauffrau in einer sehr männerdominierten Branche gemacht und musste viel mehr in der Buchhaltung sitzen, als meine männlichen Mit-Azubis. Auch das fand ich unfair.

Schreibtrieb: Das ist es auch! Welche Autorin bewunderst du?

Kerstin Jordan: Agatha Christie ist eine bewundernswerte Frau und Autorin. Seit dem ich ihre Autobiografie gelesen habe, ist sie ein großes Vorbild für mich. Nicht nur als Autorin, sondern auch als mutige Frau, die alleine mit dem Zug um die halbe Welt gereist ist und so viele tolle Sachen einfach ausprobiert hat.

Schreibtrieb: Dein Lieblingsgetränk für kalte Wintertage?
Kerstin Jordan: Kaffee, Kaffee und nochmals Kaffee, dann Tee.

Schreibtrieb: Was macht dich zum Grinch?
Kerstin Jordan: Nichts! Ich liebe Weihnachten. Ich bin die erste mit der Weihnachtsbeleuchtung bei uns in der Straße.

Schreibtrieb: Hast du denn auch ein Patentrezept für Weihnachtsstimmung?
Kerstin Jordan: Weihnachtsgeschichten, Gewürz-Spekulatius in Kaffee stippen, Duftkerzen und ganz viel Weihnachtsdeko.

Schreibtrieb: Was wünschst du dir unterm Baum?
Kerstin Jordan: Viele Geschenke und wenig Nadeln.

Schreibtrieb: Und anders herum: Welches Buch verschenkst du diesen Winter?
Kerstin Jordan: Das weiß ich noch nicht. Dafür gehe ich in meinen Lieblingsbuchladen und lasse mich beraten. Das hat bisher immer gepasst.

Schreibtrieb: Schreibst du nach (Zeit-)Plan?
Kerstin Jordan: Nein, ich schreibe, wenn ich Zeit habe.

Schreibtrieb: Was inspiriert dich im Winter?
Kerstin Jordan: Ein Platz, direkt an der Heizung, mit dem Laptop auf den Beinen.

Schreibtrieb: Dabei brauchst du bestimmt ab und zu was Süßes. Was ist deine liebste Winternascherei?
Kerstin Jordan: Gewürz-Spekulatius

Schreibtrieb: Woran schreibst du gerade?
Kerstin Jordan: Ich schreibe an zwei Projekten. Vorrangig an meinem zweiten Tod-Buch und an einem Historischer Liebesroman. Je nach Tagesform.

Schreibtrieb: Was ist das Kurioseste, das du je recherchiert hast?
Kerstin Jordan: Für „meinen Tod“ habe ich viel Kurioses recherchiert: u.a. Was kostet ein Nikotin-Spray und Golf-Regeln.

Schreibtrieb: Welches ist deine liebste Figur aus deinen Büchern?
Kerstin Jordan: Alle lieben Horst, ich mag aber „meinen Tod“ viel lieber.

Schreibtrieb: Mögen deine Figuren Weihnachten?
Kerstin Jordan: „Mein Tod“ hadert mit Weihnachten. Er findet, dass Weihnachten niemand sterben sollte. In meinem Buch sind zwei Weihnachtsgeschichten, die auch ganz Besonderes sind.

Schreibtrieb: Wem sollte man dein Buch schenken?
Kerstin Jordan: Das Buch ist für Menschen ab 16 Jahre, die einen Sinn für schwarzen Humor mit Herz haben. Eine ältere Bekannte verschenkte das Buch zu einem 70ten Geburtstag.

Schreibtrieb: Was ist das tollste Kompliment, das du je zu deinen Büchern bekommen hast?
Kerstin Jordan: Eine Hospizmitarbeiterin sagte mir nach einer Lesung, dass sie sehr dankbar sei, dass mein Buch das Thema Tod, auf eine leichte und humorvolle Art und Weise behandelt, ohne despektierlich zu sein. Das Buch würde ihre Arbeit leichter machen. Das hat mich zu Tränen gerührt.

Schreibtrieb: Danke für deine Zeit, Kerstin! Lass uns am Schluss noch ein paar Assoziationsfragen beantworten.

Mit Sahne oder ohne: Beides
Tee oder Kaffee: Erst Kaffee, dann Tee
Heiße Schokolade mit Marshmallows oder Eis mit Karamell:Weder noch
Sofa oder Sessel: Beides
Märchen oder Thriller: Märchen
Stern oder Mond: Mond
Heizung oder Kamin: Heizung
Lila oder Orange: Pink
Löwe oder Wolf: Wolf
Decke oder Kissen: Decke

Trefft den Tod

Kerstin Jordan hat ihren Kurzroman Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod. dabei, den ihr heute gewinnen könnt. Verratet dazu Eva auf Schreibtrieb, was ihr dem Tod anbieten würdet, um noch etwas länger leben zu können. Hier eure Antwort ins Formular eintragen.

Klappentext:

Kein Mensch WILL Sie treffen!“ Ein wenig verletzt schaute der Tod auf den Boden, und Herr Fischer erkannte augenblicklich seinen Fehler. „Och, Herr Tod. Sie müssen zugeben, dass der Mensch grundsätzlich lieber lebt.“ „Ja, da gebe ich Ihnen recht.“
„Bekommen Sie denn schon mal so Angebote, Herr Tod? Dass Sie später wieder kommen. Viel, viiiiielspäter.“ „Sie meinen Bestechungsversuche? Ja, sicher! Ständig!“ Unschuldig zog Herr Fischer die Augenbrauen nach oben. „Und was bietet man Ihnen da so an?“ „Durch die Bank weg alles! Gold, Juwelen, Königreiche, und einmal habe ich einen Fußballverein angeboten bekommen. Mit Champions-League-Teilnahme.“ Enttäuscht zückte Herr Fischer seine Geldbörse und kramte darin herum. „7,54 Euro und eine Brotkarte. Die ist voll. Das nächste Brot wäre umsonst.“ Er warf einen zweifelnden Blick auf den Tod, der milde lächelnd den Kopf schüttelte.

Link zur Leseprobe: https://www.piepmatz-verlag.de/wp-content/uploads/2015/12/Jordan_Tod_Leseprobe.pdf

Link zur Rezension: https://meinbuecherregalundich.blogspot.com/2016/12/rezension-kerstin-jordan-guten-tag-tod.html

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