Der verspätete #femtember

Es ist so eine schöne Idee, die Nico da im September umgesetzt hat. Er hat Autorinnen hochleben lassen, zusammen mit anderen Bloggern*innen. Ich habe mich sehr darauf gefreut und in mir keimten einige Ideen auf, welches Thema ich wählen könnte. Ehe man sichs versah, war der September in rasender Geschwindigkeit vergangen und ich habe nicht einen Beitrag geschrieben. 3 Wochen hintereinander Spätschicht hat mich sehr vom Lesen abgehalten und Vorstellungskraft wurde schnell von der Realität eingeholt.
Doch hier nun wenigstens ein Beitrag dessen Thema mir am Wochenende vor die Füße viel, ganz unverhofft und doch sehr faszinierend.
Ein Film brachte mich dazu diese Autorin besser kennenlernen zu wollen, weil sie mich sofort in ihren Bann gezogen hat.

Colette

eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette geboren am 28. Januar 1873 in Frankreich.Schriftstellerin, Journalistin und Schauspielerin die als erste Frau 1954 in Frankreich ein Staatsbegräbnis bekam.Der Film „Colette“ mit Kira Knightley in absolut fantastischer Besetzung hat mich in seinen Bann gezogen. Ich hatte noch nie von dieser tollen, mutigen, aufmüpfigen und so frisch-frechen Frau gehört und seitdem möchte ich alles über sie erfahren.

Colette hat sich aus den Fängen ihres bestimmenden Mannes Willy befreit. Den Erfolg der Bücher über Claudine, aus der Feder von Colette, heimst ersteinmal ihr Mann ein. Später wird sie sich von ihm scheiden lassen und endlich ihren Namen auf den von ihr verfassten Büchern sehen. Ihre Bücher sind Lobgesänge auf die weibliche Lust und stoßen auf heftigen Widerstand. Trotzdem werden alle Teile um Claudine Bestseller.

Ich habe noch nie von einer Frau gehört, die sich nie etwas hat vorschreiben lassen und die so offen provoziert. Sie trägt Hosen und kurze Haare, zeigt sich halb nackt auf der Bühne und unterhält ein Verhältnis mit Mathilde de Morny , genannt „Missy“ oder „Onkel Max“, die Tochter eines Dukes. Sie küssten sich öffentlich auf einer Bühne, woraufhin das Bühnenstück verboten wurde. Sie schreibt über eine Frau die mit jüngeren Männern fremdgeht und schert sich um keine Kritik bis hin zu Hassbotschaften. Gerüchten zu Folge soll sie sogar ein Verhältnis mit Mata Hari gehabt haben.

Wäre ich in dieser Zeit aufgewachsen, ich hätte unbedingt so wie sie sein wollen. Aufmüpfig, frech und den eingebildeten Schnöseln mit erhobenem Haupt begegnen. Ich bewundere, wie Colette ihre Freiheit genossen hat ohne sich an irgendwelche Regeln zu halten und dadurch konservative Verhaltensweisen aus dem Weg geräumt hat. Auf jedenfall werde ich die Bücher von dieser herausragenden Persönlichkeit der Literatur, nach und nach in meinem Bücherregal unterbringen und will unbedingt noch mehr über sie herausfinden.

 

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